Ist das wichtig oder kann das weg? Überraschende Ergebnisse dynamischer Analysen im Großen

Dr. Elmar Jürgens

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Koordinaten

Zusammenfassung

Ich habe vor 14 Jahren als Doktorand zum ersten Mal Qualitätsanalysen in der Praxis durchgeführt. Mich hat damals fasziniert, welche Einblicke mir die Ergebnisse in die Entwicklungsprozesse und Probleme in erfolgreichen Organisationen erlaubten. 

In der Zwischenzeit ist die Firma, die ich mitgegründet habe, auf 45 Mitarbeiter gewachsen, von denen die Hälfte in Software Engineering promoviert hat. Wir alle arbeiten ausschließlich an der Entwicklung oder dem Einsatz von Qualitätsanalysen. Aus unseren Forschungsprototypen ist inzwischen ein kommerzielles Analysewerkzeug geworden, das eine Vielzahl der Analyseansätze aus unserer Community implementiert. Es wird von Entwicklern und Testern weltweit täglich eingesetzt, von KMUs bis hin zu DAX-Konzernen, von Behörden bis zu Unternehmen im Silicon Valley. Auch 14 Jahre später fasziniert mich, welche Ergebnisse und Überraschungen unsere Analysen in der Praxis zu Tage fördern. 

Neben statischen Analysen setzen wir heute dynamische Analysen ein, z.B. um die Ausführung von Code durch Tester und Anwender aufzuzeichnen. Häufig fällt dabei auf, dass auch in strukturierten Testprozessen große Code-Mengen ungetestet in Produktion gelangen würden. Oder dass große Teile der Funktionalität seit Jahren von keinem einzigen Anwender genutzt wurden, und vermutlich gelöscht werden könnten. 

Diese dynamischen Analysen sind konzeptionell relativ einfach, bringen aber oft für die Anwender deutlich spannendere Ergebnisse als technisch bedeutend aufwändigere, statische Analysen. Trotzdem spielen sie in unserer Community (gleichermaßen in Forschung und Praxis) eine viel kleinere Rolle. In diesem Impulsvortrag möchte ich überraschende Ergebnisse von dynamischen Analysen vorstellen und eine Lanze für dynamische Analysen im Großen brechen.

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